Wenn Rauchen doch Spaß macht.

come to
where the flavor is…

Rauchen oder nicht rauchen – erste Auseinandersetzung und Annäherung.

Ja, ich bin Raucherin. Und das schon seit meiner Jugend.

Ich bin keine Gelegenheitsraucherin, sondern ich rauche so richtig.

Warum ich rauche? Also ganz ehrlich? Weil es mir (oft) schmeckt und ich tatsächlich gern rauche. Ja, es gibt Zigaretten, da weiß ich, die müsste jetzt echt nicht sein, aber meistens sind sie total ok.

Die Zigarette zum Kaffee am Morgen, die nach dem Essen, die in den kleinen Pausen, die nachdem die Wohnung geputzt wurde, die wenn man wartet bis der Nagellack trocken ist, die zum Rotwein sowieso, die wenn ich nervös bin, die wenn ich mich freue, die in Gesellschaft, die vor langen Autofahrten, die nach langen Autofahrten… … … … (ich hab noch einiges mehr in Petto, einfach fragen). Das macht echt keinen Sinn das aufzuzählen, wenn man doch aufhören möchte zu rauchen? Ich will nur ehrlich sein und sagen wie es ist. Zu mir und zu euch.

Na, bei so viel Freude am Rauchen, kann es da überhaupt überzeugende Gründe für ein Leben ohne Zigaretten geben?

Für mich definitiv „ja“. Und natürlich sind das die Gründe die wir alle schon kennen: die eigene Gesundheit, Zigarette sind teuer, der Gestank, es raucht heute ja fast keiner mehr, man darf eh nirgends mehr rauchen, etc.

Was mich aber am Meisten stört ist, wie mich diese Zigaretten in der Hand haben – obwohl doch ich sie in der Hand haben sollte. Diese scheiß Dinger sagen mir, meinem Körper, meinem Kopf, meiner Psyche, wann ich rauchen soll, wann ich Lust hab auf eine Zigarette und das Verlangen nach Nikotin habe.

Ich bin abhängig, und das kotzt mich an. Nicht ich entscheide wann ich rauchen will, sondern es wird für mich entschieden – oh gut, jetzt bin ich voll drin in der Opferrolle, da lässt es sich eine Zeit lang auch ganz gut aushalten. Aber eigentlich wäre mein Wunsch dann doch eher ein glückliches und selbstbestimmtes Leben zu führen.