Achtsamkeitsübung 5

Alles hat Folgen

Da wir nun wissen, dass wir die Verantwortung für den Ausdruck unserer Gefühle tragen müssen, wollen wir uns heute damit beschäftigen, wie wir mit dieser Verantwortung gut umgehen können.
Wichtig ist zu wissen, dass jede unserer Handlungen und Taten Folgen hat.
Was auch immer sein wird, das was wir tun wird eine Wirkung haben. Folgen für uns selbst aber auch Folgen für unsere Umwelt. Diese Folgen können angenehm oder auch unangenehm sein, unter Umständen können die Folgen ganz andere sein, als wir es gerne hätten. Es kann z.B. sein, das wir trotz unserer guten Absichten, nichts Erfreuliches ernten. Blöd, denn wir möchten doch die Wirkung unserer Handlungen steuern. Wir würden doch gerne Einfluss auf unser Wohlergehen haben.

Haben wir denn gar keine Möglichkeit, auf die Folgen unseres Tuns Einfluss zu nehmen? Doch das haben wir! Wir können z.B. innehalten, bevor wir etwas tun. Eine Pause einlegen zwischen Fühlen und Handeln. Und dann? Dann können wir z.B. „nichts tun“ – ja, wir dürfen uns auch dazu entscheiden nichts zu tun (manchmal ist das sogar die bessere Entscheidung). Nur unsere Gefühle wahrnehmen und spüren. Denn, wie wir schon wissen, verändern sich unsere Gefühle ständig. Sie kommen und gehen… Wir müssen also nicht auf jedes Gefühl sofort reagieren, abwarten ist oft sehr heilsam.
Wir können aber auch innehalten und dann in Achtsamkeit eine Entscheidung treffen. Achtsam entscheiden!? Hier geht es um das was wir an Tag 2 gelernt haben: genau hinschauen im Hier und Jetzt, wahrnehmen was gerade ist, die ganze Wirklichkeit – nicht nur die Gefühle, auch die Gedanken, den Körper, die Zeit, den Raum.

Wenn uns das Ganze bewusst ist, bewegen wir uns auf einem sicheren Boden. Wir haben dann eine gute Chance, all das in unsere Entscheidung mit einzubeziehen, was in dem jeweiligen Augenblick existiert, und was für unsere Entscheidung wichtig ist.

Übung 5 – Alles hat Folgen

Halt unmittelbar nach dem Aufwachen das erste Mal inne, nehme Deinen Körper wahr und dann auch Dein Gefühl. Dann nimm wahr wie sich das Gefühl in Deinem Körper zeigt.

Denke nicht darüber nach, sondern versuche als nächstes wahrzunehmen, ob Sie dieses körperliche Gefühl angenehm oder unangenehm finden oder ob es neutral ist.

Fasse dann bewusst einen Entschluss, was Du als Nächstes tust (z.B. aufstehen, liegen bleiben…). Bevor Du den gefassten Entschluss in die Tat umsetzt, halte inne – stop – und beende dann die Übung indem Du deine Aufmerksamkeit wieder auf Deinen Körper richtest und seine Haltung und Berührungen wahrnimmst.

Wiederhole die Übung im Verlauf des Tages. Wähle Momente die für diese Übung geeignet sind.

puuuuh… wie soll sich das einer merken:

Innehalten
Körper wahrnehmen
Gefühl wahrnehmen
Gefühl im Körper wahrnehmen
Bewertung wahrnehmen
Entschluss fassen
Bewertung wahrnehmen
Innehalten
Körper wahrnehmen

„Das Einmaleins der Achtsamkeit“ (Jessica Walker)